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True Detective (2014 - ) - Daves Pilotenschein

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So, da bin ich wieder! Ich hoffe, ihr hattet alle einen wunderbaren Jahresabend und einen guten Rutsch und einen schön fleißigen Weihnachtsmann (nicht zwingend in dieser Reihenfolge...nun, eigentlich sogar "hoffentlich nicht" in dieser Reihenfolge!). In einer idealen Welt hätte ich mir für 2014 vorgenommen, den Blog regelmäßiger mit neuen Updates zu füllen (und nicht nur hie und da fancy Livestreams von PS4-Games zu veranstalten! Habt ihr nicht mitbekommen? PAH!). Aber dann hättet IHR euch in dieser idealen Welt auch vorgenommen, den Blog regelmäßiger aufzurufen! Und habt ihr das? Ha, ja na klar, das könnt ihr jetzt hier ganz ungezwungen behaupten. Ganz und gar nicht ungezwungen schauen die beiden durchaus bekannten Herrschaften auf dem heutigen Titelbild drein. Was die beiden da machen und was sie umtreibt. lest ihr beim Klick auf "Weiterlesen"...

Wenn sich Woody Harrelson und Mähhfjuuh Mäckkonnohheeey (okaaaay, ich schau nach, wie er buchstabiert wird...Matthew McConaughey! Sag ich doch!) zusammentun, um bei HBO eine neue Serie zu lancieren, horcht der Dave erst einmal gepflegt auf - mit nötigem journalistischen Objektivitäts-Abstand, versteht sich. Wenn dann noch ein vor Atmosphäre und Melancholie überberstender Trailer veröffentlicht wird, ist auch für Objektivitäts-Dave kein Halten mehr und er richtet jede Faser seines Körpers auf den Ausstrahlungstermin der ersten Folge aus. Diese liegt seit gestern Abend nun hinter mir und ich dachte, ich teile meine wichtige Meinung zum Auftakt nun mit euch!

Worum geht es? Recht am Anfang der Folge (und nach dem grandios designten und mit genau der richtigen Musik untermalten Introfilm) kommen die beiden Detectives Cohle (Matthew) und Hart (Woody) an einen Tatort, den es so auch in der Serie Hannibal hätte geben können: eine entblößte Frauenleiche kniet mit nach vorn zusammengebundenen Händen vor einem Baum und hat ein Geweih auf dem Kopf. Durchaus verstörend, stimmen diese Bilder gut auf die drückende Stimmung ein, auf welche die Serie abzuzielen scheint. Cohle kommt aus Texas und ist erst vor ein paar Wochen zum Polizei-Team von Hart gestoßen. Er ist ein smarter Kopf, macht sich sogleich detaillierte Zeichnungen in seinem etwas überdimensionierten Notizbuch. Er wirkt kühl, zurückhaltend, hat insgesamt - so scheint es - die nötige Abgeklärtheit für den Job. Detective Hart weiß bislang noch sehr wenig über seinen neuen Partner, zu wenig für seinen Geschmack. Im Verlauf der Folge kommt Stück für Stück etwas mehr Licht in die Vergangenheit von Cohle, ein Wendepunkt ist dabei sicher auch das gemeinsame Dinner mit Harts Frau (gespielt von der stets liebreizenden Michelle Monaghan) sowie seinen beiden kleinen Töchtern (gespielt von Kenn-ich-nicht-1 und Kenn-ich-nicht-2). Die Handlung widmet sich in der Pilotfolge neben der Charakterzeichnung der beiden Detectives vor allem den Ermittlungsarbeiten zu eben geschilderten Fall. 

Ein bestimmter Kniff ist dabei, dass das Gros der Szenen in den Neunzigern spielt (man wird also nicht allenthalben von Angry Birds spielenden Cops und iPad-werfenden Nerds gestört, was für goldene Jahre, hach ja!), jedoch sind dies nur die Erzählungen der beiden Hauptakteure, die im Jahr 2012 getrennt voneinander zu dem mittlerweile über ein Jahrzehnt zurückliegenden Fall befragt werden. Wer also beispielsweise wissen möchte, wie Herr McConaughey als etwas älterer Mann aussieht: et voilà! Weshalb die Befragungen stattfinden, erschloss sich mir bislang noch nicht ganz, ich glaube einer der Fragensteller meinte, dass wohl bei einer Flut Akten zerstört wurden und sie daher die beiden damals verantwortlichen Polizisten um Datenabgleich bitten. Aber wenn ihr mich fragt, stinkt die Sache und da steckt mehr dahinter! Der Griff in die Zeitsprung-Kiste erlaubt zudem immer pfiffige Erzählstrukturen, mir ist beispielsweise aufgefallen, dass Detective Hart im Grunde nur älter geworden ist, aber ansonsten im feinen Zwirn bei der Befragung sitzt und so ausschaut, als sei der die vergangenen Jahre brav weiter die Karriereleiter emporgeklommen, Sprosse für Sprosse. Cohle hingegen sieht eher so aus, als sei er mit einer Sprosse verprügelt worden, ist leger angezogen, raucht, trägt eine wilde Frisur samt zugehörigen Bart und trägt die unsichtbare Frage auf der Stirn: was ist bitte die letzten Jahre mit diesem Mann passiert? Insgesamt ist True Detective mit dieser Pilotfolge ein sehr gelungener Einstand geglückt, hatte mich im Grunde mit den ersten Tönen des Intros am Haken, ließ mich dann aber auch die nächsten 60 Minuten dank toller, entfärbter Optik, klasse Darbietungen aller Beteiligten (allen voran den 2 Hollywood Beaus...nun dem einen Hollywood-Beau und Woody) und einer Atmosphäre zum Schneiden nicht mehr los. Macht euch nen heißen Kaffee mit einer billigen Maschine, trinkt einen Schluck und regt euch über diese Plärre auf und setzt euch dann in eurem Nineties-Trenchcoat vor den Fernseher - ihr werdet es nicht bereuen!

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