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The Last Man on Earth (2015- ) - Daves Pilotenschein




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Was würdet ihr tun, wenn ihr der letzte Mensch auf der Erde wärt? Wenn die Antwort etwas mit Bowlingkugeln und einer Mauer aus gefüllten Aquarien zu tun hat, solltet ihr jetzt unbedingt weiterlesen. Wenn nicht, dann trotzdem, denn The Last Man on Earth hat einen faszinierenden Touch.

Will Forte spielt den titelgebenden letzten Mann auf der Erde namens Phil Miller. Der unscheinbare Rollenname ist dabei Programm: er ist der Durchschnittstyp schlechthin, scheint weder besondere Willens- noch körperliche Stärke zu haben, und auch emotional ist er nicht die stabilste Latte im Zaun. Und doch hat er es irgendwie geschafft, die Auslöschung der Erdbevölkerung zu überstehen. Gleich zu Beginn der Serie wird die erlebte Einsamkeit sehr gut eingefangen. Phil reist in einem Bus durch die USA, streicht auf einer Landkarte besuchte (leergefegte) Staaten durch und hinterlässt hier und da Nachrichten an Schildern, dass man ihn an dem Ort finden würde, an dem er sich schließlich niederlassen will. Welche Stadt würdet ihr wählen, wenn ihr an Phil Millers Stelle wärt? Kommt, wir sagen es gemeinsam: Tuscon. Äh, genau. 

Gesagt getan macht es sich Phil in einer geräumigen Villa gemütlich und genießt zunächst einmal das Leben als einsamer Wolf. Dass er sich dabei beim Schauen von Castaway über Tom Hanks‘ Insel-Volleyballfreund Wilson lustig macht, nur um sich wenig später regelmäßig mit einer ganzen Armada von Ballgesichtern in der örtlichen Bar zu treffen und „auszutauschen“, ist nur eine der etlichen amüsanten Anekdoten, die ich von dieser Serie erzählen könnte. Schnell entwickelte ich Sympathien mit dem armen Kerl. Denn wenn alle möglichen Experimente, die man schon immer einmal versuchen wollte, abgegrast sind, die Toilette nicht mehr funktioniert und die einzige weibliche Bekanntschaft eine Schaufensterpuppe ist, dann macht auch der grandioseste Wurf beim Parkplatzbowling nur noch mäßig Spaß. Und so verkommt Phil vor allem emotional immer mehr. Es ist schwierig, von der Serie mehr zu berichten, ohne in Spoiler-Territorium abzudriften, deswegen belasse ich es in puncto Story jetzt dabei und empfehle einfach, die bislang erschienenen Folgen ohne weitere Informationssammlung erst einmal selbst zu beginnen. Dass sich das lohnt, will ich im Folgenden noch mit Hilfe von ein paar Worten zum Hauptdarsteller untermauern.

Will Forte ist einigen sicher in Form von MacGruber bekannt, der wandelnden Persiflage der typischen 80er-Jahre Actionhelden. Ganz findige How I Met Your Mother-Fans erinnern sich vielleicht gar an seine Nebenrolle als schüchterner, von Erektions-Nasenbluten gebeutelter Not-Wingman Barney Stinsons. Aber egal, ob bekannt oder nicht: seid versichert, dass er die perfekte Besetzung für The Last Man on Earth ist! Ich habe es zwar noch nicht direkt erwähnt, aber wer nach dem Titelbild des Artikels noch immer zweifelt: die Serie ist in erster Linie – trotz des dramatischen Potenzials - eine Comedy. Will Forte verkörpert seinen Rolle mit Bravour, vor allem mit seiner grandiosen Mimik und stimmlichen Ausdrucksweise. Ich habe mich bereits köstlich amüsiert, wenn Mr. Miller mal wieder mit seinen eigenen Gefühlen hadert und über seine manchmal zu triebgesteuerten und unüberlegten Handlungen stolpert. Andererseits fühlte ich aber auch oft mit ihm, dachte mir, dass man doch unmöglich so viel Pech auf einmal haben kann! Phil ist im Herzen nämlich ein liebenswerter Kerl, kann dies aber manchmal einfach so gut verbergen, dass man nicht selten während des Schauens einen gedanklichen Facepalm nach dem anderen vollführt. Doch selten hatte ich dabei so viel Spaß, wie bei dieser Serie! Das i-Tüpfelchen auf dem Ganzen ist, dass die Serie durch ihre fortlaufende Erzählung sogar mit dem ein oder anderen spannenden Cliffhanger am Ende von Episoden glänzen kann. Nach den bislang von mir geschauten Folgen gibt es also eindeutig eine Empfehlung von mir!

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