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Drinking Buddies (2013)

intellectual property of Magnolia Pictures
Okay, ich gebe es zu: Olivia Wilde und Jake Johnson waren die Hauptmotivation, dass ich mir diesen Film angeschaut habe. Keine allzu starken Gründe, auch zugegeben. Doch genügte es, um mir vergnügliche, unterhaltsame 90 Minuten zu bescheren? Das ist nicht ganz leicht zu beantworten, aber fest steht, dass irgendetwas komisch war, während ich schaute. Was das war, wollt ihr wissen? Lest am besten weiter...

"Drinking Buddies" beleuchtet die Viererkonstellation aus Kate (Olivia Wilde), ihrem besten Kumpel und Arbeitskollegen Luke (Jake Johnson), dessen Freundin Jill (Anna Kendrick), sowie Kates Freund Chris (Ron Livingston). Der Filmtitel ist dabei durchaus Programm, denn fast ständig wird irgendwas Alkoholisches getrunken, meistens Bier, denn Kate und Luke arbeiten in einer Chicagoer Brauerei - Kate ist dabei die einzige Frau im Team. Hier kommt für mich schon der erste eigenartige Faktor in's Spiel: es wird wirklich so dermaßen oft Bier getrunken, dass ich mich a) frage, wie Kate ihre Figur bitteschön halten kann und b) gegen Ende des Films schon vermutete, dass der hohe Konsum noch ein tragisches Ende für eine der Figuren bedeutet. Letzteres tritt nicht ein, hätte dem Verhalten aber wenigstens noch einen Sinn gegeben. So bleiben die Gelage bloßes Beiwerk und stellen immerhin den Titelbezug her: die vier sind tatsächlich echte "Drinking Buddies", vor allem dabei Kate und Luke.

Der Film machte vom Aufbau her einen skizzenhaften Eindruck. So wurde manches nur angedeutet, anderes dagegen wie Kaugummi in die Länge gezogen. Vor allem die Dialoge wirkten oftmals sehr eigentümlich und unkoordiniert. Natürlich gab dies dem Ganzen einen natürlicheren Touch, allerdings auf Kosten der Qualität der Gespräche. Ich fragte ich mich schließlich, warum dieser Eindruck entstand und fand es erst nach dem Film heraus: alle Dialoge sind komplett improvisiert gewesen, die Schauspieler wussten nur um die grobe Richtung der Story sowie die Reihenfolge wichtiger Plotpoints. Die Stegreif-Performance ging so weit, dass in einer Szene sogar echter Alkohol ausgeschenkt wurde und ein Darsteller wirklich betrunken war. Im Lichte dieser Tatsache könnte man nun die Dialoge anders bewerten, doch ehrlich gesagt kümmert es mich nicht, ob etwas improvisiert oder einstudiert ist. Wenn ein Schauspieler seinen Job gut macht, sollte man keinen Unterschied feststellen können. Das war hier leider nicht der Fall und so wirkten viele der Gespräche tatsächlich sehr eigentümlich auf mich, machten mir die Charaktere stellenweise sogar unsymphatisch.

Ohnehin stimmte für mich die Chemie zwischen den Darstellern nicht richtig. So wird im Film zwar schnell klar, dass Kate und Luke womöglich mehr füreinander empfinden als bloße Freundschaft, doch passt Jake Johnson als Nick Miller in der TV-Serie "New Girl" zum Beispiel viel besser zu Jess (Zooey Deschanel) als in diesem Film zu irgendeiner der Hauptdarstellerinnen. Insgesamt kann ich dem Film - entgegen meiner Erwartungen - nicht sehr viel Gutes abgewinnen. Außer vielleicht, dass er ein klischeebefreites Ende hat.

Fazit: Trotz vielversprechender Besetzung eine Enttäuschung für mich - Drinking Buddies ist weniger Film als vielmehr ein kleiner, gefilmter Ausschnitt aus dem Leben von vier Personen. Sicher nah an der Realität aber gleichsam belanglos und dröge.



Kurzinfos:

Originaltitel: Drinking Buddies

Deutscher Titel: -

Land: USA

Regie: Joe Swanberg

Hauptdarsteller: Olivia Wilde, Jake Johnson, Anna Kendrick, Ron Livingston

Genre: Comedy, Drama, Romance

Länge: 90 Minuten

Release: 25 Juli 2013 (internet)

Homepage: https://www.magpictures.com/drinkingbuddies/

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